| Ich sitze an einem Tisch im Gasthaus Burger und betreue heute zum letzten Mal meine derzeitige Ausstellung „LOOK ON“. Dabei mache ich mir Gedanken über meine eigene Biografie. Da fällt mir plötzlich ein: „Ich bin zu jung um meine Biografie zu schreiben, zu alt um ewig jung zu bleiben.“ Da ist etwas Wahres dran.
Ist die Zeit reif für meine Biografie?
In der Mappe von „body & soul“ (www.aquabodyandsoul.wordpress.com) meiner 1.Vernissage habe ich folgendes geschrieben: „Wie ich zur Kunst gekommen bin? – Das weiß ich nicht. Es hat sie immer schon für mich gegeben. […] Ich möchte nicht insgeheim für mich schaffen, sondern aus dem Körper heraustreten, um die Seele anderer zu berühren.“
Die Mappe zu „LOOK ON“ habe ich mit Zeichnungen meiner frühen Jugend ausgestattet. Ich habe versucht einen Überblick über meine intensive Schaffensphasen zu geben.
Vor kurzem konnte ich mir eine Ausstellung im Kultturm in Bruck an der Leitha sichern. Thema wird der Schmerzenskreislauf sein mit Schwerpunkt auf die weibliche Menstruation, die ich mit aktionistischen Bildern präsentieren möchte. Diese Vernissage wird sich Anfang 2010 ereignen.
Um noch kurze Bezüge zu meiner Vergangenheit herzustellen: in den 24 Jahren meines Lebens habe ich gelernt, dass Kunst passiert. Ich suche nicht, um zu finden. Ich arbeite aus mir selbst heraus, „expressiv“ würden die Kunsthistorikersagen. Einige Zeit habe ich Kunstgeschichte studiert und habe dabei erfahren, wie wichtig es für mich ist, im Hier und Jetzt zu leben. KünstlerIn zu sein ist einer der schönsten und zugleich schwierigsten Berufe, weil man sich täglich freikämpfen muss. Damit meine ich speziell den Kampf um gesellschaftliche Akzeptanz. Trotzdem würde ich niemals aufgeben, weil ich nicht verleugnen möchte wer ich bin. Ich bin Künstlerin, weil es für mich keine Alternative gibt.
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